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20. November 2017
Lycée Le Verger in Sainte Marie auf La Réunion
Deutsch im Obstgarten (le verger – der Obstgarten)

Website unserer Austauschpartner auf der Ile de la Réunion, der Perle im Indischen Ozean hier... 

Austausch mit La Reunion 2017-2018

Die Organisation des kommenden Austauschs mit dem Lycée Le Verger auf La Réunion im Herbst 2017 beginnt. Den Informationsbrief für Interessierte und auch das Formular zur Anmeldung / Einverständniserklärung finden Sie/findet ihr hier zum Download.

Austausch mit dem Lycée Le Verger in Sainte-Marie auf der Insel La Réunion

Seit 2006 besteht für Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 sowie der Einführungsphase ein Austausch mit dem französischen Lycée Le Verger in Sainte-Marie auf der Insel La Réunion, einem französischen Überseedepartement im Indischen Ozean.
Der Austausch, der durch Brief- oder E-Mailkontakte sowie die betreuenden Lehrkräfte vorbereitet wird, dauert in der Regel zwei Wochen. Zunächst erfolgt unser Aufenthalt auf La Réunion im Herbst und im Anschluss besucht uns die französischsprachige Schülergruppe im Frühjahr (im Mai).
Während des Aufenthalts auf La Réunion wohnen die Schülerinnen und Schüler in den Familien ihres französischen Austauschpartners. Die deutschen Schülerinnen und Schüler erhalten so neben einem Einblick in das französische Familienleben die Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen sowie ein Überseedepartement mit einer vielseitigen Kultur, Geschichte, Natur und Sprache kennenzulernen.
Bei Ausflügen im Mai im Rahmen des Gegenbesuchs wird die französische Schülergruppe teilweise von ihren deutschen Austauschpartnern begleitet. Am Wochenende, nachmittags und abends verbleiben die französischen Schüler in ihren Gastfamilien. Die Gasteltern übernehmen während dieser Zeit dieselben Rechte und Pflichten wie gegenüber ihren eigenen Kindern.

Es war wieder einmal so weit: ein Besuch unserer Partnerschule auf La Réunion!

Im Herbst 2017 packten dreizehn Schülerinnen und ein Schüler der Einführungsphase bzw. des 9. Jahrgangs Ende September ihre Koffer und starteten begleitet von Frau Plumeyer und Frau de la Rosa ab dem Frankfurter Flughafen über Paris ihre Reise nach La Réunion, ein französisches Überseedepartement im Indischen Ozean. Hier besuchte die Schülergruppe unsere langjährige Partnerschule, das Lycée Le Verger, in Sainte-Marie.

Die Schülerinnen und der Schüler waren während der zwei Wochen in Gastfamilien untergebracht und erhielten so Einblicke in das Alltagsleben anderer Familien sowie in die kreolische Kultur. Ganz nebenbei wurden die Französischkenntnisse verbessert, auch wenn zwischendurch manchmal auf die englische Sprache zurückgegriffen werden musste. Ein buntes Ausflugsprogramm wurde uns von unseren Gastgebern geboten: Ob der traumhafte Strand von L’Ermitage mit dem türkisblauen Meer, die Meeresschildkröten-Station in Saint-Leu, der beeindruckende Vulkan, der Piton de la Fournaise, oder der grüne Talkessel Cirque de Salazie mit dem typisch kreolischen Ort Hell-Bourg. Es wurde stets gestaunt und das tropische Wetter mit viel Sonnenschein genossen. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis war sicherlich für alle das zufällige Sichten eines Wals an der Küste, der sich uns bei vielen Sprüngen aus dem Meer zeigte. An den übrigen Tagen hieß es „Auf in den Unterricht!“. Die deutschen Schülerinnen und der deutsche Schüler begleiteten ihre französischen Gastschülerinnen in den regulären Unterricht und konnten hierbei die Unterschiede der Schulsysteme direkt miterleben: u. a. das Verlassen des Schulgeländes nur zu festen Zeiten, der Unterrichtsschluss in der Regel um 17 Uhr, der Unterricht am Samstag. An den Wochenenden machten die deutschen Schülerinnen und der Schüler dann oft Unternehmungen mit ihren Gastfamilien und entdeckten auf diese Weise individuell die Insel.

Es war eine wirklich tolle Zeit auf La Réunion, alle blicken positiv auf diesen Aufenthalt zurück: Die Insel wurde entdeckt, neue Menschen wurden kennen gelernt und die Fremdsprachenkenntnisse wurden verbessert, so wurde ganz einfach der eigene Horizont erweitert! Wir freuen uns schon auf den Rückbesuch der französischen Schülerinnen und Schüler, auch wenn er vermutlich erst im Frühjahr 2019 sein wird.

Pitschenass auf dem Domturm

Nach einer langen und anstrengenden Reise war es am 7. Mai 2016 soweit! Die Austauschschüler aus Sainte Marie auf La Réunion kamen abends nun endlich am Flughafen an, um nun zwei Wochen ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und Deutschland sowie den Alltag ihrer Austauschschüler kennenzulernen. Auch wir von der IKS hatten im Herbst zwei Wochen in dem französischen Überseedepartement verbracht und unvergessliche Erfahrungen gemacht.

Nach dem Wochenende, an dem die Franzosen unseren Alltag und unsere Familien etwas näher kennen lernten, ging es dann auch direkt in die Schule. Erstaunt (und auch ein bisschen neidisch) stellen sie fest, dass der Umgang zwischen Schülern und Lehrern in Deutschland beziehungsweise an unserer Schule lockerer ist. Später wurden die Franzosen noch herzlich von Herrn Guss und der Presse begrüßt.

Am nächsten Tag ging es dann nach Koblenz. Bei sonnigem Wetter fuhren wir mit der Seilbahn über den Rhein, picknickten am Festungsgelände und schauten uns die Innenstadt an, wo wir zusammen shoppten, etwas aßen… Ein Highlight an diesem Tag war die Reaktion der Franzosen auf die Züge. Auf La Réunion gibt es nämlich keine Züge, deshalb war das Zugfahren für sie eine neue Erfahrung.

Auch der Ausflug nach Frankfurt war eine lustige Erfahrung, die sicherlich nicht so schnell vergessen wird. Nach einer interessanten Flughafenbesichtigung fuhren wir nach Frankfurt, um ein paar Sehenswürdigkeiten zu erkunden, aber heftiger Regen zwang uns dazu, unsere Pläne spontan zu ändern. Wir stärkten uns ein wenig und stöberten etwas in verschiedenen Geschäften. Schließlich liefen wir über den Römerberg zum Dom, um den Domturm zu besteigen und einen Blick auf Frankfurts Skyline zu haben. Mindestens dreihundert Stufen stiegen wir hoch, aber wieder kam uns das Wetter in die Quere. Auf der Plattform erwartete uns ein heftiges Unwetter. Es blitzte, donnerte und regnete wie aus Kübeln. Dennoch trauten sich ein paar, noch schnell Fotos zu schießen. Der Rest ging schmunzelnd und klitschnass wieder herunter. Damit endete leider auch schon unsere gemeinsame Frankfurt-Besichtigung.

Ihre zweite Woche in Rüsselsheim verbrachten unsere Austauschschüler mit uns in der Schule, und sie unternahmen noch allein zwei weitere Ausflüge: einen Trip nach Mainz und eine Opel-Werkstour. Als sich der Besuch der Franzosen nun dem Ende zuneigte, verbrachten wir einen gemeinsamen Abschiedsabend im Bistro. Am darauffolgenden Morgen aber mussten wir uns dann leider endgültig verabschieden.

Der Austausch war definitiv eine sehr bereichernde und beeindruckende Erfahrung, wir haben sehr viel gelernt. Wir alle haben nicht nur unser Französisch etwas verbessert, eine ganz andere Kultur und ein ganz anderes Lebensgefühl kennen gelernt. Wir haben auch teilweise neue Freundschaften geschlossen und erinnern uns hoffentlich noch lange mit einem Lächeln auf den Lippen daran.

Für zwei Wochen ans andere Ende der Welt

Am 6. Oktober 2015 begann unsere Reise nach La Réunion. Als reine Mädelsgruppe verließen wir morgens das kühle, verregnete Deutschland, um unsere Französischkenntnisse ca. 10.000 km entfernt aufzubessern.
Unser Abenteuer startete mit einem Flug nach Paris. Dort angekommen, mussten wir zunächst den Flughafen wechseln und flogen dann über Nacht weiter ans andere Ende der Welt.
Da ein Großteil von uns vorher noch nicht viel Kontakt mit den Austauschschülern hatte, waren wir alle sehr gespannt, auf wen wir dort treffen würden. Ohne jegliche Komplikationen kamen wir dann am nächsten Tag auf der Insel an und wurden direkt in die Schule gebracht. Hier trafen wir dann endlich unsere Austauschpartner! Die gesamte Truppe bestand nun neben Frau Plumeyer und dem zuständigen Deutschlehrer auf La Réunion, Monsieur Le Rigolleur, aus 21 Mädchen und einem Jungen. Jetzt konnten wir direkt zu unseren Gastfamilien nach Hause fahren. Hier sollten wir die nächsten zwei Wochen leben!
Die ersten drei Tage begleiteten wir unsere Austauschschüler in die Schule und besuchten den Unterricht. Ab dem Wochenende gab es dann auf La Réunion Ferien. Dadurch hatten wir viel Zeit für die Erkundung der Insel gemeinsam mit unseren Gastfamilien: Die Eindrücke, die wir dabei sammelten, waren sehr vielseitig. Einige verbrachten viel Zeit am Strand, andere waren auf Wanderungen im Landesinneren unterwegs. Auch „normalere“ Aktivitäten wie Shopping und Kinobesuche standen bei manchen auf dem Programm. Nach knapp einer Woche stand dann der erste Gruppenausflug an: Wir besichtigten zwei Museen. Zunächst fuhren wir mit dem Bus zu einer Schildkrötenpflegestation. Dort sahen wir viele Schildkröten, schöne Fische und wir lernten viel über Wasserschildkröten, welche vom Aussterben bedroht sind. Im Gegensatz dazu gibt es seit ein paar Jahren rund um die Insel eine Menge Haie, die das Baden im Indischen Ozean erheblich erschweren. Anschließend ging es weiter zu einer alten Zuckerrohrfabrik, wo wir an einer Führung teilnahmen. Dabei erfuhren wir einiges über die Zuckerrohrverarbeitung, die Rumherstellung und die frühere Sklaverei auf La Réunion. Die folgenden Tage waren wir wieder mit Gastfamilien und Freunden unterwegs. Teilweise trafen wir uns auch in Gruppen mit anderen Austauschschülern am Strand oder in Saint-Denis, der Hauptstadt der Insel. Gegen Ende der zweiten Woche fand dann noch einmal ein Ausflug mit allen statt: Auch dieses Mal nahmen wir den Bus und fuhren zum Vulkan, wo wir eine Weile den Ausblick genossen. Zum Krater konnten wir allerdings nicht gehen, da der Vulkan zu diesem Zeitpunkt aktiv war. Vorher besuchten wir noch ein sehr modernes und informatives Museum über Vulkane mit einem 4D-Kino. Nach diesem Ausflug brachen dann unsere letzten Tage auf der Insel an. Wir erfreuten uns noch einmal an Sonne und Meer und kauften die letzten Souvenirs. Darunter auch diverse exotische Früchte wie Ananas, Papaya oder Mango …
Gegen Ende unserer Reise fühlten wir uns alle in unseren Gastfamilien sehr gut aufgehoben und nicht mehr fremd. Wir hatten uns alle in der Zeit gut kennengelernt und schon fast das Gefühl, ein Teil der Familie zu sein. Auch mit der dort sehr ausgeprägten Spontanität, die anfangs für uns sehr ungewohnt war, waren wir inzwischen auch vertraut.
Somit verließen wir La Réunion schließlich mit vielen schönen Erinnerungen und blicken auch ein bisschen stolz auf diese Zeit zurück, da wir letzten Endes alle gut zurechtgekommen sind.

Marie S. und Lilly C. (E1)

Freude über Besuch vom anderen Ende der Welt

Nach einem ca. elfstündigen Flug, zwei Stunden Transit in Orly für die Weiterreise nach Straßburg und einer zweieinhalbstündigen Busreise sind fünfzehn Austauschschülerinnen und -schüler mit ihren beiden Lehrkräften aus La Réunion, dem Überseedepartement Frankreichs, am Dienstagmittag, 6. Mai 2014, in Rüsselsheim wohlbehalten angekommen und wurden freudig von ihren Austauschpartnern in Empfang genommen. Am Mittwochvormittag begrüßte Schulleiter Rainer Guss unsere Gäste in einer kleinen Ansprache. In den kommenden zwölf Tagen wird diese Gruppe mit den deutschen Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase Rüsselsheim und Umgebung bei diversen Ausflügen kennenlernen. Nach einer Werkstour bei OPEL wird neben den Städten Frankfurt und Mainz ebenso das Nibelungenmuseum in Worms besichtigt.

Ein Schüleraustausch ins Paradies

Ein Reisebericht von Nina H. (E1)

Unsere Reise nach La Réunion begann am 02. Oktober 2013 am Flughafen in Frankfurt, wo alle aufgeregt darauf warteten, endlich loszufliegen. Nachdem alles geregelt war und wir endlich im Flugzeug saßen, war die Vorfreude riesig. Zwar trennten uns noch knapp 14 Stunden Flug und die Umsteigezeit in Paris von unserem lang ersehnten „Urlaub“, dennoch konnten wir es gar nicht erwarten, zwei Wochen auf einer Insel mit Palmen, Stränden und vor allem guten Wetter zu verbringen! Als wir dann am nächsten Tag auf La Réunion landeten, waren wir alle erschöpft, aber das änderte sich sofort, als wir im Bus auf dem Weg zu unseren Austauschschülern waren. Nach einigem Warten an der Schule, trafen wir sie endlich und gingen direkt mit ihnen in den Unterricht. Um 17 Uhr war der lange Tag dann schließlich vorbei und wir durften unsere Gastfamilien kennenlernen.

Nachdem wir den ganzen Freitag und Samstagmorgen mit unseren Austauschpartnern in der Schule waren, wartete nun das Wochenende auf uns, welches wir mit unseren Gastfamilien verbrachten. Am Dienstag rief dann endlich der Strand nach uns! Vorher ging es jedoch in ein wunderschönes Aquarium, in dem man allerlei Fische und auch einen Hai, dessen Artgenossen man übrigens auch an den Küsten der Insel auffinden kann, bestaunen konnte. Dann hieß es aber erst einmal, Sonne tanken und sich im warmen, kristallklaren Ozean abkühlen. Zum Glück besuchten wir eine von einem Korallenriff geschützte Bucht, sodass wir ohne Gefahr ins Wasser gehen durften. Einige von uns konnten sogar ein paar Fische im seichten Wasser beobachten! Leider ging die Zeit am Strand viel zu schnell vorbei, wir versäumten es aber nicht, noch jede Menge Fotos zu schießen. Braungebrannt besichtigten wir Deutschen am nächsten Tag eine Zuckerrohrfabrik. Ausgestattet mit schicken Helmen und Haarnetzen konnten wir sehen, wie Zucker und auch Rum aus dem auf der Insel heimischen Zuckerrohr hergestellt werden. Anschließen durften wir uns im Geschenkshop noch mit Leckereien der Insel ausstatten. Besonders lecker sind übrigens die dort angebaute Vanille, die Ananas und die Passionsfruchtmarmelade aus der Zuckerfabrik!

Da am nächsten Tag der erste Ferientag war, hatten wir keinen Unterricht, trafen uns jedoch mit einigen Deutschen und Franzosen im Park. Leider hieß es tags darauf dann schon wieder früh aufstehen, denn ein Ausflug zum Vulkan der Insel stand an. Wir stiegen ab bis zu einem kleinen Krater, welcher viel kleiner als erwartet war. Anschließend ging es nach einem ausgiebigen Mittagessen die ganze Strecke wieder hinauf. Aber dann wartete auch leider schon das letzte Wochenende unserer Reise, denn am kommenden Montag mussten wir diese traumhafte Insel und unsere netten Austauschschüler schon wieder verlassen, um in ein kaltes und verregnetes, jedoch heimisches Deutschland zurückzukehren.