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20. November 2017

Talente finden und fördern

Mehr perspektivisch sichten  - Talente finden und fördern lautete das Credo der Fachtagung, die im vergangenen Jahr in der Landessportschule Frankfurt gehalten wurde. Für die Lehrer-Trainer erwiesen sich die konstruktiven Vorschläge dieser Veranstaltung als wegweisend, um das Sichtungs- und Förderkonzept zu optimieren und bzw. zu verbessern.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte war das Zentralsichtungsprogramm am 5. Oktober 2017 für die Viertklässler der verschiedenen Grundschulen der Stadt Rüsselsheim konzipiert. Das Hauptmerkmal bestand darin, in drei großen Kategorien die sportliche Begabung der Volleyballtalente zu messen, testen und bewerten. Vier Tests im Bereich Koordination mit und ohne Ball, drei Schnelligkeit- und Geschicklichkeitsaufgaben und zuletzt Grundtechnik und Spielverhalten.
Bereits am Schuljahresbeginn informierte IKS-Schulleiter Rainer Guss seine Grundschulamtskollegen-  und Kolleginnen mit einem Infoschreiben über die vorläufige Sichtung der Schulen, die an fast allen Grundschulen der Stadt Rüsselsheim stattfand, um Kinder für das Probetraining (Zentralsichtung) einzuladen. Nach längerer über mehrere Wochen dauernder Suche standen 58 Viertklässler auf dem Wunschzettel. Fast die Hälfte der ausgewählten Kinder fanden am letzten Anfang Oktober den Weg in die Großsporthalle.
Während der Veranstaltung sah man den Kindern die große Begeisterung an, obwohl einige Aufgaben tricky und nicht leicht zu bewältigen waren. Auf der Tribüne saßen viele Eltern und beobachteten mit großer Aufmerksamkeit und unterstützender Gestik und Mimik das Vorhaben ihrer Kinder. Auf der anderen Seite standen die Helfer - Sporklassenkinder der Leistungsgruppe, hier Luise, Milena, Nihad, Samira, Tanischa, Osman - den Kindern mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen großartig die Organisation dieser Sichtung. Nach den Herbstferien am 26. Oktober 2017 absolvieren die eingeladenen Volleyballtalente das erste TFG-Training.

Talentförderung im Schulsportzentrum (SSZ) Rüsselsheim

Das Landesprogramm zur Talentsuche und Talentförderung, in dessen Mittelpunkt Kinder und Jugendliche stehen, die nach sportlichem Erfolg streben, ist ein Kooperationsmodell des hessischen Kultusministeriums und des Landessportbundes Hessen. Es soll helfen, in der Zusammenarbeit von Schulen und Sportverein/Sportverbänden den Einstieg in ein leistungssportliches Training für Kinder und Jugendliche pädagogisch sinnvoll und verantwortbar zu gestalten.
Die Umsetzung des Förderkonzepts erfolgt u. a. durch Einrichtung von Talentaufbaugruppen (TAG), Talentfördergruppen (TFG) und durch Angebote von Spezialtraining in Leistungsgruppen LG). Koordinations- und Steuerungsstellen sind die Schulsportzentren (SSZ).

  • Talentaufbaugruppen

Durch die Einrichtung von Talentaufbaugruppen (TAG) wird sichergestellt, das Grundschulkinder eine qualifizierte alters- und kindgemäße sportartübergreifende Förderung erhalten und ein möglichst breiter Unterbau entsteht, der als angemessene Basis für die Übergänge in die Talentfördergruppe (TFG) dienen kann.

  • Talentfördergruppen

Im Rahmen der sportartspezifischen Förderung ist der Schwerpunkt bei den Talentfördergruppen zu legen. Für folgende Sportarten existieren TFGs im SSZ Rüsselsheim:
- Hockey
- Judo
- Volleyball
Weiterführende schulische Trainingsmaßnahmen in Leistungsgruppen werden nur an Standorten mit Lehrer-Trainer-Stellen eingerichtet (Rüsselsheim: Hockey, Judo, Volleyball). Sie sollen ein gezieltes, möglichst in den Stundenplan integriertes Training ergänzend zu den Maßnahmen der Vereine und der Landesfachverbände ermöglichen.

  • Schulsportzentren

In einem Schulsportzentrum kooperieren die Grund- und Mittelstufenschulen und die Schulen mit gymnasialer Oberstufe, an denen Talentaufbau-, Talentförder- bzw. Leistungsgruppen eingerichtet sind. Aus organisatorischen Gründen (räumliche Entfernung, Ballungsgebiet) kann es erforderlich sein, Schulsportnebenzentren (SNZ) zu bilden. Diese Nebenzentren sind auch Bestandteil des Schulsportzentrums. Die Federführung liegt bei der "Partnerschule des Leistungssports", einer weiterführenden Schule mit i.d.R. gymnasialer Oberstufe, an der das Leistungskursfach Sport angeboten wird..

  • Partnerschule des Leistungssports

Neben der Koordination aller sportlichen Fördermaßnahmen des Schulsportzentrums (und ggf. der angeschlossenen Schulsportnebenzentren) besteht die Hauptaufgabe einer „Partnerschule des Leistungssports“ darin, die pädagogische Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die eine qualifizierte schulische Ausbildung und leistungssportliches Training miteinander verbinden wollen, aktiv zu sichern. Im Schulprogramm dieser Schule müssen pädagogische Unterstützungsmaßnahmen für die leistungssportlich trainierenden Jugendlichen verankert sein. Unverzichtbar sind Einrichtung von Sportklassen, Tagesbetreuungsangebote und Stütz- und Nachführunterricht. In Hessen hat das Hessische Kultusministerium z. Zt. 27 federführenden Schulen der Schulsportzentren das Gütesiegel "Partnerschulen des Leistungssports" verliehen. Diese Schulen halten spezifische Angebote für besonders begabte Kinder und Jugendliche in Kooperation mit den hessischen Sportfachverbänden vor. Nähere Informationen zu den einzelnen Sportarten bekommen Sie auf der Internetseite "Verein zur Förderung sportlicher Talente in den hessischen Schulen e.V." .

  •  Sportklasse

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern, die an der Immanuel-Kant-Schule im 5. Schuljahr aufgenommen werden, die Möglichkeit zu bieten, sich für eine Sportklasse anzumelden.
Die Sportklasse…
- gibt sportlich interessierten und talentierten Kindern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in verschiedenen Sportarten weiter auszubilden
- sollte – ergänzend zum 3-stündigen Sportunterricht - eine zusätzliche Stunde Unterricht pro Woche in den Klassen 5 und 6 bieten
- eröffnet die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Lehrer-Trainer gezielt und differenziert zu fördern.