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Kunst Vernissage

Zusammenfassung

Wir gestalten unsere Stadt.

Inhalt

Im Rathaus ist seit dem 24. August 2017 eine Ausstellung der IKS zu sehen, in der sich Schüler*innen künstlerisch mit der Stadt Rüsselsheim auseinandersetzen. Zu der eröffnenden Vernissage am 24. August um 17 Uhr im ersten Stock des Rathauses lädt die Schule alle Interessierten herzlich ein. Anschließend können die Arbeiten zwei Wochen lang während der Öffnungszeiten besichtigt werden (Eingang Faulbruchstraße).

Seit etwa einem Jahr wurde in unterschiedlichen Jahrgängen im Kunstunterricht der Immanuel-Kant-Schule gezeichnet, gemalt, collagiert, gesägt und geleimt, wobei Arbeiten zur Wahrnehmung verschiedener Plätze, zum Stadtimage, Fassaden für die Fußgängerzone und das ehemalige Karstadt-Gebäude sowie Modelle des Löwenplatzes und für das Mainufer entstanden sind. Anstoß für das Projekt war der Austausch mit dem Architekten und Projektleiter des Stadtlabors Jan Muschiol, der im Hinblick auf die Stadtentwicklung ein Förderstipendium der Stadt Rüsselsheim erhalten hatte. In diesem Zusammenhang sollten die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger systematisch einbezogen werden. Unter Anleitung der Kunstpädagoginnen Nanari Keller, Beate Richter de Reategui und Kordula Wrede und des Kunst- und Erdkundelehrers Robert Hottinger konnten die ausgestellten Arbeiten entwickelt und gestaltet werden.

Zunächst fertigten die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges Fotocollagen zu verschiedenen exponierten Plätzen der Stadt an, um sich beispielsweise künstlerisch mit der Wahrnehmung des Bahnhofvorplatzes und des Opel-Denkmals, des Friedensplatzes oder etwa den Opelvillen aber auch mit profaneren Orten wie Hinterhöfen oder Parkhäusern auseinanderzusetzen. Zur Unterrichtseinheit Werbung folgten in diesen Grundkursen der Oberstufe Entwürfe, die sich dem Stadtimage widmen und u.a. die reichhaltige örtliche Vereinskultur und die bereichernden Einflüsse der unterschiedlichen Kulturen der Einwohner betonen. Eine 8. Klasse entwickelte in Gruppenarbeit Modelle für eine Neugestaltung des Löwenplatzes um eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu erreichen. Eine andere 8. Klasse und der Grundkurs des 12. Jahrganges nahmen mit Modellen und Zeichnungen das Mainufer genauer unter die Lupe. Eine 5. und eine 6. Klasse gestalteten Hausfassaden für die Fußgängerzone, wobei hierfür im Erdkunde-Unterricht zunächst Befragungen der Passanten durchgeführt wurden.

Neben der gestalterischen Qualität kommen bei den ausgestellten Arbeiten auch die Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen eindrucksvoll zum Tragen wie sich ihre Stadt in Zukunft entwickeln sollte. Zwar hat die Stadt durch das Stadtlabor und die verschiedenen Veranstaltungen der Bürgerbeteiligung Voraussetzungen zur besseren Teilhabe der Bevölkerung geschaffen, doch bleibt dabei der jüngere Teil der Bevölkerung zumeist unterrepräsentiert. Wir hoffen, dass wir durch diese Ausstellung einen kleinen Beitrag zu dessen besserer Einbindung leisten können. Womöglich mag die Ausstellung auch als Anstoß für weitere Projekte dienen, bei denen die Stadt als Lernort zum Unterrichtsgegenstand wird. Neben dem Kunstunterricht und Möglichkeiten der Kunst im öffentlichen Raum oder der Zusammenarbeit mit den Opelvillen eigenen sich in diesem Zusammenhang sicherlich auch andere Fächer, z.B. Politik und Wirtschaft, Erdkunde und Biologie zur Stadtökologie, Stadtplanung (Global denken und lokal handeln), Geschichte der Stadt oder der Stadt als Schauplatz von Geschichten (Deutsch und Fremdsprachen). Im Idealfall können die jungen Bürger so für Möglichkeiten der Teilhabe am öffentlichen Leben der Stadt sensibilisiert werden.

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