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Juniorwahl 2017

Zusammenfassung

Kant-Schüler wählen weniger extrem als Bundesbürger - nur vier Parteien über 5%.

Inhalt

Erneut hat die IKS sich an dem bundesweiten Schulprojekt "Juniorwahl" beteiligt, wie sie es auch bei der Bundestagswahl 2013 und der Europawahl 2014 getan hat. In der vergangenen Woche setzten die Kinder und Jugendlichen ab Klassenstufe 7 ihre Kreuze auf verkleinert gedruckte Versionen der Stimmzettel des Kreises Groß-Gerau. Das Wahlgeheimnis wurde durch Wahlkabinen garantiert, anschließend kamen die gefalteten Stimmzettel in Papp-Urnen. Da die Wahl im Rahmen des Politikunterrichts stattfand, war die Wahlbeteiligung mit 94,4 Prozent sehr hoch. Ginge es nach den IKS-Schülern, hätte im Wahlkreis 184 SPD-Kandidat Jan Deboy das Direktmandat gewonnen (40,8 % der Erststimmen). Auch der Bundestag sähe nach den Ergebnissen der IKS-Juniorwahl deutlich anders aus als in der Realität - nur vier Parteien würden Einzug halten. Die SPD wurde an der IKS stärkste Partei mit 28,5 % der Zweitstimmen. Zweite wurde die CDU mit 26,8% und drittstärkste Partei die Grünen mit 18,7 %. Die Linke übersprang die Fünf-Prozent-Hürde mit immerhin 5,7 % der Stimmen. Die AfD aber blieb bei lediglich 3,0 % stecken und die FDP bei 2,5 %. Bemerkenswert stark waren allerdings die Tierschutzpartei (4,8 %) und die Piraten (4,0 %). Die Spaßpartei "Die Partei" fuhr immerhin 2,1 % ein.

Unterschiedliche Akzente sind zwischen den Ergebnissen der Sekundarstufe I (Klassen 7-9) und der Sekundarstufe II (Oberstufe) erkennbar. So übersprang die Tierschutzpartei bei den Jüngeren mit 6,3 % deutlich die 5-Prozent-Hürde (Sek II: 2,4 %). In der Oberstufe lagen CDU und SPD gleichauf (25,7 %), während die Sekundarstufe I sich stärker für die SPD aussprach (30,1 %; CDU: 27,5 %). In der Oberstufe erhielten Linke, FDP und auch Piraten mehr Stimmen als bei den Jüngeren. Insgesamt beteiligten sich an der IKS-Juniorwahl 674 Schülerinnen und Schüler, wahlberechtigt waren 714.

Bundesergebnis Juniorwahl: www.juniorwahl.de/bundestagswahl-2017.html

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