Chronik

Diese Chronik der IKS wurde von sieben Schüler*innen aus der damaligen Klasse 10f3 und den Jahrgangsstufen 11 und 12 unter der Leitung von Wolfgang Gill in der Projektwoche des Schuljahres 1994/95 erarbeitet. Unterstützung hatte die Projektgruppe von der Leitung des Rüsselsheimer Museums, dem Stadtarchiv, der Lokalzeitung "Mainspitze" und einiger Zeitzeugen. Aus dem umfangreichem Quellenmaterial konnten sie die Chronik der IKS erstellen.

Selbstverständlich sammelt sich in einer mehr als einhundertjährigen Geschichte eine so gewaltige Fülle an Ereignissen in einer Schule an, daß eine Auswahl für eine Chronik unerlässlich ist. Die Auswahl haben die ehemaligen Schüler Finn Lange und Holger Stork (Abschnitt I, von den Anfängen bis 1933), Thomas Bobek, Ingo Wehner und Martin Ziomek (Abschnitt II, die NS-Zeit), Niels Dabelow (Abschnitt III, vom Kriegsende bis 1967) und Boris Trautwein (Abschnitt IV, von 1968 bis heute) vorgenommen. Durchaus beabsichtigt ist dabei, daß diese Auswahl subjektiv ist.

1896-2017 Schulchronik

1896 Die Höhere Bürgerschule in Rüsselsheim wird gegründet. Sie gilt als Vorläuferin der heutigen Immanuel-Kant-Schule.
1916 Die Schule zieht in angemietete Räume Ecke Schulstraße/Ludwigstraße.
1926 Umzug der "Höheren Bürger-Schule" in die Schulstraße 8. Die Schule wird von Jungen wie Mädchen besucht, für die ihre Eltern monatlich 210 Mark Schulgeld zahlen.
1928 Das Hessische Kultusministerium erkennt die Schule als Realschule an.
1936 Die Zahl der jüdischen Schüler geht immer weiter zurück. Den NS-Machthabern nicht vertrauenswürdige Lehrer werden bis in die Schulleitung durch Parteigänger ersetzt.
1937 Die Schule wird "Oberschule für Jungen", wodurch die Schüler das Abitur erwerben konnten (erste Abiturienten: 1939). Trotz des Namens dürfen auch Mädchen die Schule weiterhin besuchen.
1946 Die Zahl der Schüler ist durch die hohe Zahl der Vertriebenen angewachsen (365 Jungen, 175 Mädchen).
1949 Dr. Julius Simon wird Schulleiter.
1950 Der erste Elternbeirat und eine "Schülermitverwaltung" werden konstituiert.
1954 Die erste Schülerzeitung "rüssel" erscheint (wird in den 1970er Jahren von "Ikarus" abgelöst, welche ihr Erscheinen in den 1980er Jahren einstellt).
1956 Die Schule wird auf Vorschlag des Schulleiters Dr. Simon in "Immanuel-Kant-Schule" umbenannt.
1962 Durch die Einführung des dreigliedrigen Schulsystems sowie den Bau der Max-Planck-Schule reduziert sich die Zahl der IKS-Schüler auf 559 Schüler.
1966 Der Baubeginn des neuen Schulgebäudes im Baugebiet "Dicker Busch II" erfolgt.
1967 Werner Keil wird Schulleiter.
1969 Die Schule zieht an ihre heutige Adresse, Evreuxring 25.
1976 Wegen der großen Nachfrage werden mehrere Klassen inzwischen in zwei zusätzlichen Pavillons unterrichtet.
1981 Die erste Projektwoche an der IKS wird durchgeführt.
1986 Die Beliebtheit der Schule wächst weiter an. Es erfolgt die Gründung der IKS Big Band und des Fördervereins.
1989 Günther Jacobs wird Schulleiter.
1990 Der Oberstufentrakt wird fertiggestellt.
1991 Die IKS wird Partnerschule des Leistungssports.
1994 Im Februar erscheint die erste Ausgabe der Schulzeitung "Kant Aktuell".
1996 100-jähriges Jubiläum: Die IKS wird von 1074 Schüler*innen besucht. Das Jubiläum wird mit einer Festschrift und einer Festwoche gefeiert.
1997 Die IKS geht online.
2002 Franz-Peter Osterkamp wird Schulleiter.
2003 Der IKS wird das Zertifikat "Schule mit Schwerpunkt Musik" verliehen. Die IKS trägt das Zertifikat "Umweltschule in Europa".
2005 Die hessischen Schulen, somit auch die IKS, werden auf G8 (Abitur nach 8 Jahren) umgestellt.
2011 Die dreijährigen Umbau- und Sanierungsarbeiten werden abgeschlossen.
2012 Rainer Guss wird Schulleiter. Im September findet ein Sponsorenlauf statt. Die durch die Schüler*innen erlaufenen Beträge werden für die Schülerbibliothek und die Ausstattung des Neubaus mit elektronischen Tafeln eingesetzt.
2013 Die Schulgemeinschaft beschließt die Rückkehr zu G9.
2014 Die IKS bekommt für ihr besonderes Engagement in den naturwissenschaftlichen Fächern das MINT-Zertifikat.
2015 Das Sportklassenkonzept wird erweitert, die Ganztagesangebote werden ausgebaut. Die Stadt stellt der IKS zwei Pavillons wegen des Raummangels zur Verfügung.
2016 Die Veranstaltungen des ersten Halbjahres stehen unter der Losung "120 Jahre IKS". Die Geschichte der Schule wird in mehreren Talkrunden mit Ehemaligen aufgearbeitet. 120 Jahre IKS werden mit einer Projektwoche, einem Schulfest und einer akademischen Feier im Stadttheater begangen.
2017 Die Schule erhält u. a. auf Grund ihres Engagements in der Umweltbildung (Schulimkerei, Umwelt-AG usw.) vom Land Hessen das Zertifikat "Umweltschule".