Physik

Das Fach Physik wird in der Sekundarstufe 1 in der siebten, achten und zehnten Klasse zweistündig unterrichtet. In der neunten Klasse können die Schüler*innen Physik als zweistündigen Wahlpflichtunterricht wählen.  

Im Fach Physik geht es darum, sich intensiv mit einzelnen Phänomenen auseinander zu setzen und in allen ihren Facetten zu untersuchen. So gehört zur Physik nach der Wahrnehmung und Beobachtung die konkrete Untersuchung im praktischen Tun: Es werden systematisch Experimente geplant, durchgeführt, ausgewertet und interpretiert. Dies ist ein zentraler Bestandteil der physikalischen Methode. Neben der praktischen Erfahrung gehört auch die Abstraktion dazu: Es werden konkrete Begriffe gebildet, Theorien  entwickelt, Vorhersagen getroffen und mit Hilfe von Experimenten überprüft. Diesen Prozess vom Beobachten von Phänomenen hin zur Entwicklung eines systematischen naturwissenschaftlichen Denkens zu fördern, ist eines der großen Ziele des Physikunterrichts.

Aber die Entdeckungen der Physik gehen weit über das konkret Fassbare hinaus. Zielsetzung ist, in der Vielfalt eine zu Grunde liegende Einheit zu finden, grundlegende Prinzipien zu entdecken, auf die die Erscheinungen der Natur zurückgeführt werden können.

Die Physik ist hierbei angewiesen auf mathematische Strukturen. In der Sekundarstufe 1 wird nur ganz allmählich mathematisiert. Im Vordergrund steht eine qualitative Interpretation der Versuchsergebnisse. Schülerübungen bilden ein Kernstück des Physikunterrichts und werden, wann immer dies Zeit und Gruppengrößen zu lassen, eingesetzt.

Für eigenständiges Experimentieren ist es ebenso notwendig, Kenntnis über das Anfertigen eines Versuchsprotokolls zu erwerben. Diese Kenntnisse werden entsprechend vermittelt.

Physik in der Oberstufe

In der Sekundarstufe 2 wird Physik zunächst in der Einführungsphase im Grund- und im Neigungskurs dreistündig unterrichtet. Die grundsätzliche Methodik und Didaktik bleibt die gleiche wie in der Sekundarstufe 1. Allerdings wird jetzt deutlich stärker mathematisiert und sowohl deduktiv (eine Theorie wird im Experiment überprüft) als auch induktiv (vom Experiment zur Theorie) gearbeitet.

In der Qualifikationsphase ist der Physikunterricht im Grundkurs weiterhin dreistündig und im Leistungskurs fünfstündig. Es konnten bisher dank eines hohen Anteils naturwissenschaftlich interessierter Schüler*innen durchgehend Physik LKs einrichtet werden.

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Besondere Angebote

  • Im Rahmen der jährlich stattfindenden Fachtage haben LK-Schüler*innen die Möglichkeit, außerschulische Lernorte oder Physik-Laboratorien zu besuchen, sowie an der Schule spezielle Themen (Physik und Medizin, Experimentierpraktikum, etc.) praktisch und theoretisch intensiv zu bearbeiten.
  • Darüber hinaus wird den Schüler*innen angeboten sog. "Besondere Lernleistungen" anzufertigen. Diese ersetzen eine mündliche Prüfung im Abitur. Themengebiete waren bisher u.a. Luft- und Raumfahrt, Quanteninformation, Akustik des Horns, Physik des Ruderns.      
  • Das Interesse am Fach Physik können Schüler*innen im Rahmen der Jugend forscht AG vertiefen, sowie bereits in unteren Jahrgangsstufen im Rahmen von Nawi- oder Physik AGs erproben (» mehr zum AG-Angebot).