Religion (Katholisch)

Bereits im Jahr 1974 hat die katholische Kirche in Deutschland einen prägenden Grundsatz formuliert, wie der Religionsunterricht sich selbst versteht: Als "Dienst am Menschen", nicht als missionarische Unterweisung. An diesem Selbstverständnis ist der katholische Religionsunterricht an der IKS ausgerichtet. Konkret heißt das: Die Inhalte des Faches können nicht behandelt werden, ohne sich dazu persönlich in Beziehung zu setzen. Die Bereitschaft, Fragen zu stellen, ist dabei die wichtigste Grundhaltung. Wer bin ich? Nach welchen Werten und Überzeugungen möchte ich mein Leben ausrichten? Wie können wir Gemeinschaft für alle gut gestalten? Welche Rolle spielt Gott dabei? Was kommt nach dem Tod? - Das sind nur einige Beispiele für Fragen, um die der Mensch einfach nicht herumkommt. Wie die persönlichen Antworten darauf ausfallen, ist ausdrücklich nicht das, was im Religionsunterricht bewertet wird! Wir bieten Antwortmöglichkeiten, keine fertigen "Rezepte". Was die Schüler*innen mitbringen sollten, die sich für den katholischen Religionsunterricht entscheiden, ist aber die Bereitschaft, diese Fragen zu stellen und für sich zu prüfen: Sind die Antworten, die der Glaube gibt, tragfähig für mein Leben? Wenn das gelingt, wird Religion zu einem Schulfach, das ganz viel zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen und so zu einem echten "Dienst am Menschen" werden kann.

Anmelden zum katholischen Religionsunterricht können sich natürlich alle katholisch getauften Schüler*innen, aber auch Getaufte anderer Konfessionen (z.B. griechisch-orthodox). Auch Kinder und Jugendliche, die nicht getauft sind oder einer anderen Religion angehören, sind grundsätzlich willkommen, wenn sie bereit sind, sich auf den katholischen Religionsunterricht einzulassen und die Kursgrößen es ermöglichen.

Protestantisch getaufte Schüler*innen besuchen in der Regel den evangelischen Religionsunterricht. Als Alternative zum katholischen oder evangelischen Religionsunterricht gibt es an der IKS das Fach Ethik.